Das EMMAUS-ZENTRUM hat den Auftrag, das Evangelium zu verkünden, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeinschaft.

Die Emmaus-Community

Auszug aus dem Jahresbericht 2014:

Das Emmaus Center Katikamu wurde 1990 als eine direkte Reaktion auf den Aufruf des Papstes Johannes Paul II. für eine Neuevangelisierung gegründet. Das Zentrum bietet eine Ausbildung für von Laien durch kurz- und langfristige Programme zur ganzheitlichen Transformation. Die Programme helfen den Teilnehmenden, ihren katholischen Glauben besser kennen zu lernen und engagierte Jünger Jesu Christi zu werden, die durch Wort und Zeugnis ihres Lebens in der Kraft des Hl. Geistes zu evangelisieren.
Das Institut besteht aus folgenden Abteilungen:

Das Institut für Jüngerschaft und Evangelisation, das sowohl kurz- und langfristige Angebote für alle Interessenten anbietet: Laien, Priester, Ordensleute und Seminaristen.

Die Lebensgemeinschaft der Familien und Einzelpersonen.

Die Primarschule, welche eine ausgezeichnete Ausbildung anbietet für Kinder aus der Umgebung. Im Sommer 2015 waren es über 700 Schüler in Kindergarten und Primarschule.

Das Emmaus Gesundheitszentrum (Fertigstellung Ende 2015) soll den grundlegenden medizinischen Bedürfnissen der Grundschule dienen, inkl. den Bewohnern und Gästen des Zentrums, sowie den umliegenden Nachbarn.

 

Leitung

Das Emmaus-Centre ist unter der Leitung der Diözese, wie auch der Treuhandgesellschaft der Bischofskonferenz eingebettet. Der Verwaltungsrat überwacht die fruchtbare Entwicklung des gesamten Zentrums mit den Projekten, Grundschule und Gesundsheitsklinik.

Die 12 Vorstandsmitglieder sind 2014 für diesen Bericht verantwortlich, unter Leitung von Dr. Monica Etima Kizito.

Für interessierte Leser ist der Bericht als pfd herunterzuladen.

 

Ziele

Ausstattung und Formen von jungen Führungskräften der kath. charismatischen Erneuerung und Führer für die Kirche mit Werkzeugen für die praktische Evangelisierung.

Unterstützung des Klerus und der religiösen Führer in Ostafrika bei der Evangelisierung.

Fördern eines ganzheitlichen Wachstums von Laien in einem grossen Einzugsgebiet.

Aufbau einer persönlichen Beziehung zum Dreieinigen Gott, um durch ein vertieftes Christsein wirksamer evangelisieren zu können.

Die Teilnehmer werden zu einer tieferen spirituellen Lebensweise ermutigt, durch persönliches und gemeinschaftliches Gebet, Gemeinschaft (er-)leben, Studium von christlicher Literatur und täglicher Schriftlesung.

Vertiefung des Katechismus, um die Sichtweise der Kirche zu verstehen und zu Schulen, auch in der Verkündigung mit der Kraft des Hl. Geistes.

Bekämpfung der kontinuierlichen Ausbreitung der HIV/AIDS-Epidemie unter den Jugendlichen durch Bewusstseinsbildung und entsprechende Kurse.

Stärkung der Ehen und des Familienlebens durch lebensnahe Angebote, wie Ehevorbereitungskurse und Eheseminare für Fachleute.

 

Aktivitäten und Erfolge

Diversiviziertes Jahresprogramm erstellen, um so viel Personen wie möglich ansprechen zu können. Im Berichtsjahr sind 28 Kurse durchgeführt worden, die von 2600 Teilnehmenden besucht wurden.

Renovation der Schlafsäle und Sanitärräume (im Ursprungszustand) und der Kapelle. Im Berichtsjahr konnte eines der drei Gästehäuser renoviert werden. Es ist geplant, dass der Arzt mit seiner Familie dort einziehen könnte.

Anstellung von neuen Fachkräften (Koch, Buchhalter, usw.) Ebenso sollen alle Beschäftigten zwischen 16 und 55 Jahren für das ugandische Rentengesetz (NSSF) angemeldet werden. (Es ist eine Mischung von AHV, PHK und SUVA.) Auch eine Art Quellensteuer (PAYE) soll integriert werden. Dies unterstützt die ugandischen Behörden und bekräftigt den guten Willen seitens Emmaus.

Aufbau des Gesundheitszentrums, dessen Bau im Juli 2014 begonnen wurde und das Ende Dezember in Betrieb gehen könnte. Ergänzung: Infolge langer Regenzeit musste 2015 der Aufbau unterbrochen werden.

Wiederherstellung des Farmbetriebs zur Unterstützung der ganzen Community. Die Einzelpersonen, welche den Betrieb bisher führten, wurden entschädigt und nun führt die Community als Gemeinschaft den Landwirtschaftsbetrieb.

Kontinuierliche Stärkung der Familien zur Eigenbewirtschaftung. Bisher konnten 14 Familien ein Unternehmen starten: Geflügel- oder Schweinehaltung, Lebensmittel- und Buchhandlungsgeschäft, sowie ein Eierhändler.

Anschaffung von alltagstauglichen Fahrzeugen. Das weisse Gemeinschaftsauto war nach einem Unfall in schlechtem Zustand (Es konnte im Sommer 2015 verkauft werden). Für den täglichen Transport von 9 Schulkindern nach Wobulenzi, die Einkäufe und Fahrten nach Kampala muss ein Neues angeschafft werden.

Leider sind drei Projekte zur Unterstützung von den Supportern nicht bewilligt worden, weshalb die "Formation" ab 2016 eingestellt werden muss.

 

"Formation" 2014

Unter diesem Titel läuft die dreijährige Ausbildung zum pastoralen Helfer. Im Januar 2014 haben 21 Studenten den Kurs begonnen, aber nur 17 haben die ersten 9 Monate erfolgreich abgeschlossen. Das Ausbildungsprogramm konnte trotz der knappen Finanzen  abgeschlossen werden.

 

Aktuelle Herausforderungen

Der Hauptgrund für den Betrieb des Emmaus-Centres ist die Schulung für den Dienst der Evangelisierung. Diese Grundausbildung kostet jedoch UGX 3,8 Mio (FrS 1000) pro Schüler für die ersten 9 Monate. Die Kursgebühr ist mit Fr. 160 natürlich sehr tief angesetzt, kann jedoch von den Studenten vielfach nicht aufgebracht werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Schule die restlichen Finanzen stellt.

Die meisten kurzen Seminare (ausg. Heilungsseminare) werden gerne von Kirchgemeinden durchgeführt, um die Anfahrtswege einzusparen - und günstiger anbieten zu können. Dies senkt leider die Auslastung dieser Kurse und schmälert den Umsatz.

So sehr wir auch die eigene Farm verwenden möchten, um unsere eigene Nahrung zu produzieren, so sehr sind wir witterungsabhängig. Manchmal fehlt der Niederschlag, manchmal regnet es so sehr, dass das Saatgut weggeschwemmt wird. Es braucht ein grösseres Kapital, um einen so grossen Landwirtschaftsbetrieb produktiv zu betreiben. Wir versuchen, so viel wie möglich auf dem lokalen Markt verkaufen zu können.

Allgemein ist es schwierig, Seminare zu veranstalten im Wissen, dass es ohne ausländische Finanzhilfe nicht durchführbar ist.

 

Wie meistern wir zukünftige Herausforderungen?

Wir halten unsere Augen auf unseren Herrn Jesus Christus gerichtet, auf Seine Vorsehung und die Führung durch den Heiligen Geist, um sinnvoll eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dies nach dem Motto des Hl. Benedikt "Ora et labora".

Unser Bischof wünscht, dass wir mehr Unterstützung erlangen, um ein weiteres Haus mit 20 Einzelzimmern errichten zu können. Wir haben momentan nur 6 solche Zimmer und der Wunsch nach komfortablem Wohnraum während Seminaren oder Ferienaufenthalten steigt laufend. Die Teilnehmer bezahlen gerne diesen höheren Preis und gleichzeitig subventionieren sie den laufenden Unterhalt.

Durch die Zusammenarbeit mit dem nationalen Team der Erneuerung soll ein Bewusstsein geschaffen werden, damit mehr Menschen an der Basis ermutigt werden, kurzzeitige Seminare zu besuchen, um so das ganze Ausbildungszentrum besser auslasten zu können.

Es sind Bemühungen im Gange, andere Studenten für Kurse zu interessieren, welche an auswärtigen Institutionen lernen, damit der Same der Evangelisierung weiter getragen werden kann und die Rentabilität des Centers gesteigert wird.

Wir versuchen, unsere Programme besser zu publizieren, um ein grösseres Einzugsgebiet erreichen zu können und ggf. auch von lokalen Freunden mehr Unterstützung zu erhalten.

 

© 2018 by Peter Romer

letztes Update: 16.9.2018

Umrechnungskurs für den Ugandischen Shilling

1.1.2017

1.1.2018

1.7.2018

1 SFr. =

1 SFr. =

1 SFr. =

50 SFr. =

200 SFr. =

3506 UGX

3702 UGX

3432 UGX

171'589 UGX

686'354 UGX

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

250'000 UGX =

70'000 UGX =

SFr. 278.29

SFr. 266.97

SFr. 284.47

SFr.    71.12

SFr.    19.91