Das EMMAUS-ZENTRUM hat den Auftrag, das Evangelium zu verkünden, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeinschaft.

Gesundheitswesen in Uganda

Die medizinische Versorgung wird von regionalen Spitälern sichergestellt. Diese Spitäler gibt es in jedem Distriktshauptort, ähnlich unseren Kantonen. Meist ist nur 1 Arzt anwesend, vorzugsweise Gynäkologe, sowie etwa 2 Krankenschwestern. Da es aber keine Krankenversicherung für die Normalbevölkerung gibt, muss zuerst die Behandlungsgebühr bezahlt werden, bevor ein Arzt aus der Stadt anreist.

Daneben gibt es Health-Centres, die in 4 Kategorien eingeteilt werden. In jeder grösseren Ortschaft gibt es einige davon an der Hauptstrasse. Diese haben in der Regel einen Stuhl und einige Medikamente. Vielleicht zieht der Inhaber einige Zähne, aber medizinisches Fachpersonal ist nur auf Abruf und langer Wartezeit anwesend. Erst auf Stufe 3 ist ärztliches Personal da, auf Stufe 4 auch ein Frauenarzt und/oder eine Hebamme. Erst auf der Clinic-Stufe sind auch stationäre Behandlungen möglich.

Nachstehend einige Eindrücke von der afrikanischen Spitalvariante:  Links der Innenhof des Bettentrakts der Uniklinik Kampala. Hier "wohnen" die Angehörigen der Kranken,  welche für die Versorgung von Mahlzeiten und Medikamenten zuständig sind. Die Klinik schreibt nur Rezepte aus - es ist den Patienten überlassen, ob sie das richtige Medikament einkaufen, ein billiges suchen oder nichts tun. Die Klinik ist schon teuer genug! Mitte: Ein modernes Zimmer im Bettentrakt und rechts die Privatabteilung, wo die Angehörigen direkt beim Patienten untergebracht sind. Anmerkung: Eine Lüftung/Klimaanlage gibt es nicht, die löchrige Wand im Hintergrund ist fensterlos. Moskitonetze nimmt man sicherheitshalber selbst mit.

Unten links sehen Sie die TB-Station (nur ambulant), in der rechts die Spezialisten für Bandscheiben, Rücken u.ä. ihr Büro mit Besprechungsraum haben - immerhin für jeden Chefarzt ein eigenes Zimmer! In der Mitte das ugandische Ausbildungszentrum für medizinisches Personal und rechts eine Wöchnerin im Regionalspital in einem Einzelzimmer.

St. Francis Hospital Nsambya: Dieses Spital ist neben der Uniklinik das grösste Spital in Uganda mit etwa 540 Patientenbetten. Es liegt am südwestlichen Stadtbezirk am Nsambya-Hügel und besteht aus einzelnen Häusern. 1903 wurde es von Franziskanerinnen gegründet, welche es heute noch führen. Seit 2010 wird hier und in einem Schulungszentrum in einem anderen Stadtteil auch Pflegepersonal ausgebildet. Der Komplex gehört dem Erzbistum Kampala und ist deshalb die erste Adresse für Behandlungen der Emmaus-Community. Leider sind für einige Behandlungsarten keine Fachärzte hier verfügbar.

Links die Wäscherei inkl. Trocknungsleinen. Dahinter zwei Bettenhäuser: Vor dem mittleren wird am Mittag ein Catering-Buffet installiert, damit das Personal günstig essen kann. Eine Spitalküche gibt es nicht. Das mittlere Foto zeigt die Operationsabteilung mit der Wäscheleine der Röntgenabteilung. Die frisch operierten Patienten werden über die Rampe auf die Bettenstation gebracht - auch bei Regen (und fehlendem Dach!). Rechts daneben die Betten der gerade im OP befindlichen Patienten und ganz rechts der Eingang zur Physioterapie-Abteilung.

Hier links das Wartezimmer für Physiotherapie. Die Behandlung erfolgt in der Reihenfolge des Eintreffens - einen Termin gibt es nicht. Wenn man etwas zu spät ist, hat die Therapeutin vielleicht schon Feierabend gemacht - und die 3 Stunden Anfahrt waren vergebens. Also wieder 3-4 Stunden nach Hause fahren und am Folgetag nochmals probieren.

In der Mitte die Behandlungseinheiten der Physiotherapie. Ausser einem Ultraschallgerät habe ich 2018 keine Einrichtungsgegenstände gesehen: alles Handarbeit. Rechts stehen die Krankenwagen, welche aus dem ganzen Land Patienten in die Hauptstadt bringen. Diese Fahrzeuge kommen aus verschiedenen Distrikten und sind zum Teil über 10 Std. mit Blaulicht unterwegs - es gibt keine REGA in Uganda! Viele dieser Krankenwagen haben nur eine Patientenliege und keine medizinischen Apparaturen.

© 2018 by Peter Romer

letztes Update: 16.9.2018

Umrechnungskurs für den Ugandischen Shilling

1.1.2017

1.1.2018

1.7.2018

1 SFr. =

1 SFr. =

1 SFr. =

50 SFr. =

200 SFr. =

3506 UGX

3702 UGX

3432 UGX

171'589 UGX

686'354 UGX

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

250'000 UGX =

70'000 UGX =

SFr. 278.29

SFr. 266.97

SFr. 284.47

SFr.    71.12

SFr.    19.91