Das EMMAUS-ZENTRUM hat den Auftrag, das Evangelium zu verkünden, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeinschaft.

Emmaus-Centre Primary School

Auszug aus dem Schlussbericht des Schuljahres 2014/15.

Ergänzt durch den Schlussbericht des Schuljahrs 2015/16 und der aktuellsten Zahlen vom Schuljahr 16/17, das im August 2016 begann.

Hier können Sie den Schulbericht vom Kalenderjahr 2016 herunterladen. Zusätzlich haben wir auch die Klassenberichte 2016 der Hauptlehrer vorliegen.

 

Rückblick auf den Anfang

Die Schule geht zurück auf Frances Aonu Akiteng, die mit 21 Kindern ab 4 Jahren einen Kindergarten eröffnete, um den bedürftigen Waisen- und Halbwaisenkindern der Umgebung eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Mit den Kindern der Gemeinschaft begann sie in einem leerstehenden Haus. Diese tragende Idee wäre jedoch nutzlos gewesen ohne die Hilfe aus Deutschland und Österreich, welche P. Ernst Sievers WV, sowie Hans und Susie Eisenhardt organisieren konnten. Durch eine Spende aus einer Hinterlassenschaft konnte ein grosses Stück Land gekauft werden, wo die Schule jetzt steht. Bis Sommer 2016 waren mittlerweile 706 Schüler in den beiden Kindergärten und den 7 Primarschulklassen. Dies ist nur möglich Dank der Hauptlehrerin, Florence Ndoodhe, 25 Lehrkräften und vielen Verwaltungsangestellten.

Der neue Schulleiter Brian Tumwebaze hat im Sommer 2016 das neue Schuljahr mit 628 Schülern in Angriff genommen. Es sind nun 37 Angestellte, wovon 23 Lehrpersonen. Das Schuljahr haben 614 Kinder abgeschlossen, wovon 130 im Internat.

Das Schuljahr 2018 führt im August nur noch 586 Schüler, wovon 132 im Internat.

 

Vision und Auftrag

Es soll im Distrikt Luweero eine neue Generation von ausgebildeten und engagierten Führungskräften heranwachsen, die einen positiven Wandel für das ganze Land herbeiführen kann.

Dies wird ermöglicht durch eine ganzheitliche Ausbildung auf dem Hintergrund der katholischen Glaubenslehre, die gute moralische, geistige, ethische, soziale, kulturelle und akademische Werte ins Zentrum stellt. Diese ist im Einklang mit der christlichen und moralisch guten Basis, die folgende Grundwerte als existenziell hervorhebt:

- Wissenschaftlich basiertes Wissen
- Integrität
- Ehrlichkeit und Treue
- Gebet
- körperliche Arbeit.

 

Allgemeine Ziele

Wir bieten ein ganzheitliches Bildungssystem an, das die Entwicklung des ganzen Menschen verbessert (Körper, Geist und Seele).
Wir bieten Hoffnung für Kinder, die aus bitterer Armut kommen, unabhängig von ihrer sozialen, religiösen oder politischen Zugehörigkeit.

Wir bieten eine qualitativ hochwertige Bildung zu einem erschwinglichen Preis an, die auf den Erwerb von Fähigkeiten für die persönliche und soziale Entwicklung zielt und der armen ländlichen Bevölkerung Chancen bietet. Diese Ausbildung bietet eine solide Grundlage, die nicht nur Akademiker bevorzugt, sondern für alle eine Chance auf eine Charakterbildung eröffnet.

Es soll eine neue Generation heranwachsen können, die verantwortungsvolle Eltern, Bürger und gesellschaftspolitisch gute Führer hervorbringt.

 

Schulmotto

Wir beten und arbeiten für eine bessere Zukunft!

 

Aktuelle Schülerzahlen

Im Sommer 2016 waren 141 Kinder im Kindergarten und 565 Kinder in 7 Primarschulklassen - 358 Knaben und 348 Mädchen - wovon 124 im Internat untergebracht sind. (2015 waren es 141 und 570 Kinder).

Das Schuljahr 2016/17 begann mit 104 Kindergärtnern, sowie 258 Mädchen und 266 Knaben, wovon 130 im Internat.

 

Lehrkräfte

Es sind kompetente und qualifizierte Lehrkräfte aus ganz Uganda angestellt, welche sehr motiviert in der (leider) primitiven Umgebung arbeiten. Die Unterrichtssprache ist englisch, die offizielle Landessprache, aber auch der einheimische Dialekt. Dieser muss deshalb von den meisten Lehrkräften zusätzlich gelernt werden.

Nebst den 25 Lehrkräften sind noch 15 weitere Angestellte für die Schule tätig, vom Koch über den Hauswart bis zur Administration.

 

Unterstützer und Förderer

Folgende Personen und Institutionen unterstützen die Schule:

- Die Gemeinschaft Immanuel aus Ravensburg, vertreten durch Franzi Rief
- Das Kindermissionswerk Deutschland durch dessen Kontaktperson Claudia Schmeing
- Die Bibelgruppen Immanuel aus der Schweiz, vertreten durch Pius Calzaferri und Franz Manser
- Die Pfarreien Amriswil und Hagenwil (Schweiz)
- Die Pfarreien Steinach, Berg SG und Freunde aus der Schweiz, vertreten durch Peter und Judith Romer
- Die Eltern und Gönner der Schüler

 

Jahresbudget

Das Schulbudget von jährlich ca. € 95'000 ist unterteilt in den laufenden Betrieb und die Infrastrukturkosten. Der laufende Betrieb, welcher grösstenteils durch die Schulgebühren der Kinder bestritten wird, liegt bei € 30'000.

Die gesamte Infrastruktur muss über Sponsoren finanziert werden. Die Regierung hat die maximale Klassengrösse auf 50 Schüler festgelegt, d.h. die Klassen von 2014 mit bis zu 94 Schülern pro Lehrer müssen aufgeteilt werden, was eine Verdoppelung der Klassenzimmer bedeutet. Die Community vertraut auf Gott und die Menschen guten Willens, um die finanzielle Herausforderung bewältigen zu können ohne deren Unterstützung es nicht möglich gewesen wäre, das zu erreichen, was bisher entstanden ist. Herzlichen Dank!

 

Was wurde bisher im Jahre 2015 erreicht?

Wir haben die Registrierung vom Ministerium für Bildung und die Prüfungslizenz erhalten. Dies heisst, dass die Prüfungen unserer Schule staatlich anerkannt sind.

Mit den Spenden aus der Schweiz durften wir einen Dreiklassenblock errichten, der Platz für 120 Schüler bietet.

Im Sommer konnte das Schulgelände nivelliert werden und zusätzliches Land gekauft werden, um so Platz zu erhalten für ein Wohnhaus für unsere Lehrkräfte und anschliessend ein Mädcheninternatshaus. Zur selben Zeit konnte die Mauer um die Häuser zur Strassenseite hin neu erstellt werden. Dies war nötig, weil der alte Drahtzaun auf dem Gelände der Hauptstrasse stand.

Ebenso konnten Dank Spenden die gesamten Schulkosten bis zum Juli 2015 gedeckt und einige Klassenzimmer renoviert werden.

In der Administration konnte eine Buchhaltungs-Fachkraft angestellt werden, um den finanziellen Anforderungen und Berichterstattungen gerecht zu werden.

Der in der Community wohnhafte Kaplan hat pro Woche mindestens 1 Schulmesse. Dies hat nachhaltig die Spiritualität der Schüler verbessert.

 

Was konnten wir 2015/16 durchführen?

Die 2015 angefangenen Arbeiten konnten weitergeführt werden, der Zaun ist noch nicht ganz fertig.

Für die Buchhaltung konnte ein Computer samt Drucker angeschafft werden, was viele Arbeiten erleichtert.

Es wurden 10 neue doppelsitzige Schulbänke angeschafft, speziell für die Internatsschüler, sowie 35 weitere und 50 Einzelplätze, wie die Regierung es für die Abschlussklassen vorschreibt.

Die Anzahl der Textbücher wurde erhöht, was die Arbeit der Lehrer vereinfacht.

In den Unterkünften wurden Dachfixierungen angebracht, damit die Mosquitonetze angemacht werden können. Dadurch wurde die Anzahl Malariaerkrankungen drastisch gesenkt.

Wir erhielten Sportgeräte und Schulmaterial aus der Schweiz.

Die Klassenzimmer der 6. und 7. Klasse wurden renoviert und die Aula erhielt Fensterläden.

Wir erhielten für 4 Monate 2 freiwillige Praktikantinnen aus der Schweiz.

Weitere Unterlagen finden Sie unter Ausbaupläne.

 

Aktuelles bis August 2016

Die Lehrpläne konnten den ugandischen Vorgaben angepasst werden.

Es konnten kleinere Renovationen ausgeführt werden, z.B. Badezimmertüren und Böden in den Klassenräumen.

Die Küche wurde leicht vergrössert und eine neue Kochstelle installiert. Auch die Aussentoiletten wurden repariert.

Das alte Lehrerhaus wurde rückgebaut. Es sind deshalb Lehrer in Appartements im Dorfzentrum eingemietet.

Für uns eine Selbstverständlichkeit: Die Anschaffung von Putzutensilien und Desinfektionsmitteln wird im Schulbericht explizit aufgeführt.

 

 

Verwendung der Spendengelder

Wir sind unseren oben genannten Spendern sehr dankbar für die Zusammenarbeit und das anvertraute Geld. Diese Beiträge werden prinzipiell verwendet, um die elterlichen Beiträge an den Schulbetrieb zu ergänzen, wie den Einkauf von Lebensmitteln, Schulbüchern, Mobiliar und die Begleichung der Gehälter und den Unterhalt der Immobilien. Die Spenden aus der Schweiz sind grösstenteils für die Infrastruktur vorgesehen, wie Bauten, Umgebungsarbeiten, Ingenieurleistungen (Vermessung) und Umzäunung. Die anvertrauten Mittel werden zweckgebunden verwendet, so wie es der Spender wünscht.

 

Dank

Wir sind Gott dankbar für alle Freunde der Emmaus-Grundschule in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die uns bisher unterstützt haben. Ohne solche finanzielle, materielle und moralische Unterstützung wären wir nicht in der Lage gewesen, dass über 700 Kinder eine hochwertige Ausbildung für eine bessere Zukunft geniessen dürfen. Wir schliessen alle in unsere Gebete ein, dass Gott unsere Wohltäter für ihre Liebe zu Kindern segne und ihnen Frieden, Freude und ewiges Leben gewähren möge.

In der Hoffnung, dass dieser Bericht Ihnen eine Vorstellung von dem gibt, was in der Primarschule vom Emmaus-Centre geschieht, danken wir Ihnen ganz herzlich für Ihre grosse Unterstützung und Liebe.

 

Joseph Aonu Okiror, Direktor Emmaus-Centre, Katikamu

Florence Ndoodhe, Schulleiterin Primarschule

Peter Romer, Webmaster (Übersetzung)

 

 

© 2018 by Peter Romer

letztes Update: 16.9.2018

Umrechnungskurs für den Ugandischen Shilling

1.1.2017

1.1.2018

1.7.2018

1 SFr. =

1 SFr. =

1 SFr. =

50 SFr. =

200 SFr. =

3506 UGX

3702 UGX

3432 UGX

171'589 UGX

686'354 UGX

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

250'000 UGX =

70'000 UGX =

SFr. 278.29

SFr. 266.97

SFr. 284.47

SFr.    71.12

SFr.    19.91