Das EMMAUS-ZENTRUM hat den Auftrag, das Evangelium zu verkünden, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeinschaft.

St Mary's Emmaus Health-Centre

Für die Emmaus-Community mit bis zu 1000 Personen als direkt Betroffene ist es eine Notwendigkeit, eine schnelle medizinische Hilfe bereitstellen zu können. Es sind viele Schulkinder von Malaria betroffen und müssen normalerweise zur Behandlung nach Hause geschickt werden. Ein Hundebiss mit anschliessender Tollwut führt hier innert 48 Stunden zum Tod. Für Zahnreparaturen und ähnliches muss nach Kampala gefahren werden. Hier sind die Ärzte teuer und die Transportkosten hoch. Immerhin ist die Universitätsklinik innerhalb von 2 Stunden erreichbar (50 km), wo ein afrikanischer Standard auf hoher Ebene angeboten wird.

Das kath. Nsambya-Hospital ist - wegen dem dauernden Verkehrsgewühl Kampalas - in 2-4 Std. erreichbar, obwohl es nur 65 km sind.

Und genau hier wird klar, wie wichtig eine Sanitätsstelle ist. Befreundete Ärzte von Emmaus, die hier schon Kurse besucht haben, sind bereit, ihre Dienste hier anzubieten. Eine Pfarrei aus Italien hat deshalb den Bau eines Gesundheitszentrums finanziert, wenigstens die Startphase. Auch ausgediente medizinische Apparaturen wurden 2017 von Italien nach Uganda verschifft. Das Personalhaus wird von privater Seite finanziert, damit auch 3-4 Schwestern direkt beim Zentrum eine Wohnmöglichkeit haben. Für einen Arzt mit Familie wird eines der ersten Gästehäuser entsprechend umgebaut.

Wir sehen hier links P. Alberto Paccini, den Leiter der italienischen Pfarrei, bei der Einsegnung des Geländes 2013. Auf dem mittleren Bild die Einrichungsgegenstände, welche im Container eintrafen und rechts der Transport vom Zahnarztstuhl.

Et voilà – hier steht die Gemeinschaftspraxis: Kurz vor Eröffnung ist noch alles leer, doch das wird bald anders sein ...

Ein kleines Tor für Fussgänger und ein grosses Tor für Autos (linker Bildrand) – hier folgt noch ein Häuschen für den 24-Std-Sicherheitswärter, der auch ausserhalb der Öffnungszeiten die Patienten registrieren und einlassen kann. Direkt in dieser Ecke beim Strommast wird noch ein Wartebereich mit Zelt erstellt und später soll der Zaun 200 m weiter nach hinten verschoben werden, damit ein zweiter Wartebereich im Schatten der Bäume eingerichtet werden kann.

Der Frischwassertank wird über die Hauptpumpe der Community versorgt und für das Toilettenhäuschen auf der hinteren Gebäudeseite werden noch Regenwassertonnen aufgestellt.

Wegen einer Hochspannungsleitung, zu der ein Sicherheitsabstand erforderlich ist, stehen diese Gebäude etwas abseits östlich des Zentrums. Dies hat aber den Vorteil, dass von beiden Seiten her eine Zufahrtsstrasse erstellt werden kann, welche die Community nicht mit zusätzlichem Lärm belästigt.

Das Gebäude ist jetzt bereits zu klein: Es sollte eine grössere Apotheke erhalten, eine Dusche / WC für das Personal, einen Kühlraum für Leichen, sowie weitere Behandlungszimmer. Das Gelände ist glücklicherweise genügend gross, dass ein 2. Flügel angebaut werden kann und sogar ein L-förmiger 2- oder 3-stöckiger Bettentrakt erstellt werden könnte. Wunschdenken: Eine Garage mit Ambulanzfahrzeug! Im Moment werden rundherum noch Erdnüsse angebaut.

Leider sind aus Italien keine Spenden mehr eingegangen, weshalb der Bau 5 Jahre dauerte. Es fehlen medizinische Apparaturen und Computer: Es können durchaus gebrauchte Geräte sein. In Uganda ist inzwischen alles erhältlich, aber leider zu europäischen Preisen.

Dr. Monica Etima, die Präsidentin des Emmaus-Verwaltungsrates bespricht mit Bridget, der Oberschwester und Mitglied der Community im Vorzimmer das weitere Vorgehen für das Einrichten. In der Mitte eines von zwei Behandlungszimmern und rechts der Wartebereich im Korridor vor dem Labor.

Unten links das Labor und rechts präsentiert der Techniker stolz den Zahnarztstuhl mit Baujahr 1960-1964, den er mit viel Improvisation wegen fehlenden Ersatzteilen zu 100% einsatzbereit machen konnte!

Feierliche Einweihung am 30.8.2018 mit dem Ortsbischof Paul Ssemogerere  und Gruppenbild mit den Emmaus-Verantwortlichen und dem Ärzteteam.

© 2018 by Peter Romer

letztes Update: 16.9.2018

Umrechnungskurs für den Ugandischen Shilling

1.1.2017

1.1.2018

1.7.2018

1 SFr. =

1 SFr. =

1 SFr. =

50 SFr. =

200 SFr. =

3506 UGX

3702 UGX

3432 UGX

171'589 UGX

686'354 UGX

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

1 Mio UGX =

250'000 UGX =

70'000 UGX =

SFr. 278.29

SFr. 266.97

SFr. 284.47

SFr.    71.12

SFr.    19.91